Europaweiter Kampf gegen Drogenabhängigkeit – Die Sonne wird rationiert

sunroin

Die Meldung schlug ein, wie eine Bombe: Sonnenbaden macht abhängig und wirkt ähnlich wie Heroin oder Kokain! Wie seit einigen Tagen in etlichen Medien zu erfahren ist, haben US-Forscher in einer Studie nachweisen können, dass das Sonnenbaden, also der Konsum von UV-Strahlung, abhängig macht. Dabei werden im Körper chemische Prozesse ausgelöst, die in Wirkung und Mechanismus identisch zu den Auswirkungen von Heroin- oder Kokain-Konsum sind.

Hier einige der Berichte: ..:: Link ::..  ..:: Link ::..  ..:: Link ::..  ..:: Link ::..

Gerade war die EU nun erleichtert, die Nikotinabhängigkeit – die ja sogar noch ausgeprägter ist (so sagen wieder andere Studien), als die hier genannten Abhängigkeiten von den sogenannten harten Drogen – mit der TPD2 endgültig eingedämmt zu haben (vor allem durch gnadenlose Regulierung der Dampfgeräte, die ja Nikotinkonsum ohne die Auswirkungen der anderen Schadstoffe bei Tabak-Verbrennung entstehenden Giftstoffe verspricht), schon kommt die nächste Horrormeldung.

Aber die EU wäre nicht die EU, wenn sie nicht in kürzester Zeit eine Lösung zum Schutz und zur Rettung ihrer Bürger gegen diese teuflische Sucht hätte. Generell war zunächst eine europaweite Regelung über die Zulässigkeit und Zeitdauer des Sonnenbadens angedacht. Leider ist das jedoch schwer in die Praxis umzusetzen, weil man sich ja nicht nur beim Sonnenbaden, sondern auch bei jedem Gang ins Freie der schädlichen und drogenabhängig machenden UV-Strahlung aussetzt.

Aus eben diesen Gründen war auch der zweite Lösungsansatz nicht erfolgversprechend. Es wurde ein Verbot von Sonnenschutz-Präparaten erwogen, weil diese ja zum Sonnenbaden animieren. Gäbe es diese Produkte nicht, so würden die meisten Menschen aus Angst vor Hautkrebs die Sonne meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Aber einerseits wird damit nicht das Problem des unbeabsichtigten und unvermeidbaren UV-Konsums aus dem Weg geräumt und außerdem hat die Erfahrung gezeigt, dass man die Bürgerinnen und Bürger schon zu ihrem Glück zwingen muss. Sie sind so uneinsichtig, dass sie es früher oder später doch wagen würden, in der Sonne zu baden, ohne Sonnenschutz zu verwenden. Ist ja auch logisch… sie sind ja abhängig und können gar nicht anders. Das ist wie mit dem nächtlichen Gang zum Kühlschrank, um sich einen Riegel Erdbeer-Joghurt-Schokolade zwischen die Kauleiste zu rammen.

Es musste also ein Lösung her, der sich die unmündigen Bürgerinnen und Bürger nicht durch Tricks entziehen können. Und das einheitlich für sämtliche Staaten, die der EU angehören. Die Lösung ist einfacher, als man zunächst annehmen mag. Die Idee kam den EU-Experten, als sie von einem utopischen Projekt lasen, bei dem durch große Spiegel ein durch hohe Berge dauerhaft beschatteten Ort Sonnenlicht zugeleitet werden soll. Wenn das geht, dann geht das doch auch in umgekehrter Richtung. Sämtliche Wissenschaftler und Ingenieure der Luft- und Raumfahrttechnik arbeiten derzeit an der Umsetzung dieser genialen Lösung. Bereits in zwei Jahren kann und wird sie voraussichtlich umgesetzt: Es wird ein geostationärer Satellit in den Orbit geschickt, der an einem schwenkbaren Arm eine Art EU-Schablone erhält. Diese Schablone wird computergesteuert so in die Strahlrichtung des Sonnenlichts gebracht, dass sie sämtliche Länder der EU komplett abschattet. Damit wird die auf EU-Gebiet eintreffende UV-Strahlung um einen erheblichen Faktor eingedämmt. Es bleibt zwar ein Rest Streustrahlung, aber es bleiben ja auch 20 mg/ml Nikotin erlaubt. Irgendwo müssen Kompromisse eingegangen werden, wenn es technisch nicht 100 %ig lösbar ist. Damit aber auch den Ländern, die zentral gelegen sind, ein gewisses Maß an UV-Strahlung zugeteilt werden kann, wird die Schablone im Sommer für jeweils 2 x 10 Minuten aus dem Sonnenlicht geschwenkt. Im Winter wird der Zeitraum auf 2 x 15 Minuten verlängert.

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Ein aus dieser Maßnahme resultierendes Problem wurde gleichzeitig angegangen. Die größten Hersteller-Firmen von genveränderten Pflanzen wurden beauftragt, in ihren Entwicklungsabteilungen Pflanzen zu designen, die mit der verminderten Sonneneinstrahlung zurecht kommen. Aufgrund der Notwendigkeit der Abschattungsmaßnahme ergibt sich dadurch selbstverständlich gleichzeitig eine zwangsläufig durchzuführende Genehmigung für den Anbau jeglicher genveränderter Pflanzen im gesamten Bereich der EU.

Ein Sprecher der Bundesregierung äußerte Unmut über die Abschattungs-Maßnahme, weil die bereits geplante „Sonnensteuer“ (EEG-Umlage für Solarstrom, der gänzlich selbst verbraucht wird… auch für Privatpersonen) damit kein Geld mehr in die Kassen spülen wird. Jedoch schien der Protest eher verhalten. Das ist auch logisch, denn mit dem Wegfall jeglicher Energieerzeugung aus Sonnenlicht, wird das Erdgas-Fracking alternativlos und der Weiterbetrieb der Kernkraftwerke unerlässlich. Mit dem damit verbundenen Handgeld zur gerechten Auftragsvergabe kann man auch ganz gut die Taschen füllen.

Wer nun denkt, er könne den EU-Rettungs-Sonnen-Schirm aushebeln, indem er ins Solarium geht, ein entsprechendes Gerät oder die gute alte Höhensonne benutzt, den muss ich enttäuschen. Es wird an einer UPD (UV-Produkte Richtlinie) gearbeitet, die in ganz Europa den Handel mit diesen Geräten komplett untersagt. Damit werden zwar die Betreiber und Angestellten der Solarien arbeitslos… aber es weint ja auch keiner über die Hersteller von Sonnenbrillen und Markisen. Seid mal nicht so jämmerlich!

Aber was hat dieser Bericht denn nun in einem Dampfer-Blog zu schaffen? Ja, was weiß denn ich? Vielleicht wollte ich damit nur zum Ausdruck bringen, dass es mir in der Seele gut tut, als Nikotin-Junkie nicht alleine da zu stehen, sondern mich umgeben zu wissen von Millionen anderen Drogenabhängigen, die aber nun – dank der Fürsorge von Mama und Papa EU – auch gerettet werden. Luja sog i!

Ach ja… noch ein Statement: Studien sind toll!

 

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