Das dritte Ende der Wurst

3endewurst

Ja, hallo erst mal! Ich weiß gar nicht, ob Ihr‘s wusstet, aber… meine Wurst hat sogar drei Enden (nein, jetzt kommt kein „Schweinkram“ 😉 ). Tatsache! Das dritte Ende kam am 31.08.2015 an die Wurst, die bis dahin aus meinem Rückzug von allen Dampfer-Aktivitäten (bis auf Exraucher… das ist mal klar) und dem Rückzug aus weiten Teilen der Szene bestand.

Na gut, aufmerksame Leser des Magazins (hier ist das Portal gemeint) werden beim Betrachten der Team-Seite festgestellt haben, dass der verantwortliche Chefredakteur des Magazins einen anderen Namen hat… und wer dann weiter schaut, wird das Fehlen vom PepeCyB im Team bemerken.

Nun, das ist keine Schlamperei nach der Portalumstellung… das ist auch kein Versehen, sondern hat einen Grund. Ich habe nämlich mit Wirkung zum 01.09.2015 die Redaktion des Magazins verlassen.

Das war wirklich kein leichter Schritt, denn ich war ja dabei, als die Nabelschnur durchtrennt wurde und das Magazin war und ist doch irgendwie auch ein Kind von mir. Es gab aber nun so viele verschiedene Gründe, mich von dort zurückzuziehen, dass ich den Schritt einfach vollziehen musste. Unabhängig von dem ganzen Scheiß, der mich aus der Szene erreichte, wurde einfach die Arbeit (vor allem auch als verantwortlicher CR) zu belastend. Auch diese hat dazu beigetragen, dass es mir gesundheitlich nicht mehr gut ging. Ich bin aber wirklich „im Guten“ geschieden und die Reaktionen meiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter waren wahrlich keine Jubelschreie. Trotzdem ist mir das Hemd näher als die Hose und so habe ich mich entschieden, auch diesen Reizpunkt für mein Gesamtwohlbefinden zu beseitigen. Nun ist das Magazin sicher ein ganzes Stück „seriöser“ geworden, weil meine Kodderschnauze da nicht mehr ständig quer schießt… wobei… Horst, der meinen Posten übernommen hat und den mit Sicherheit perfekt ausführen wird, hat auch eine recht scharfe Zunge entwickelt und eine gerade aufgekeimte „Diskussion“ über einen Artikel-Titel zeigt, dass es trotzdem nicht völlig kantenlos wird.

Aber falls es Dampfer gibt, die meine schnoddrige und direkte… oft sehr bildhafte… Art mag, mit der ich schreibe… die Dampfdruck-Presse bleibt ja erhalten. Und da wird auch wieder deutlich mehr Bewegung hineinkommen. Ich habe die Arbeit für das Magazin sehr ernst genommen und es gab immer wieder Phasen, wo es tatsächlich zu einem Fulltime-Job ausartete. In der Zeit rund um den Redaktionsschluss waren es gut und gerne 8, 9 oder 10-Stunden-Tage. Und nicht nur die Arbeit hat mich gefangen genommen, sondern auch das Drumherum. Wenn ich öfter einmal (letztlich) patzig auf „Angriffe“ reagiert habe, dann war das meiner uneingeschränkten Loyalität dem Magazin und seinen Machern gegenüber geschuldet und hatte nie etwas mit persönlicher Betroffenheit zu tun. Es gibt Leute, die meinten (und meinen), das Magazin stünde unter meiner Gewaltherrschaft und ich würde die Marschroute diktieren. Na ja… wer es nicht besser weiß, mag aus eigener Unzulänglichkeit wirklich auf diesen Gedanken kommen… derjenige hat aber nicht die geringste Ahnung, wie in der Redaktion gearbeitet wurde (und weiter wird). Und wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die…

Bei nahezu jeder Entscheidung im Magazin haben wir so lange daran gearbeitet, bis sie wirklich von der gesamten Redaktion getragen werden konnte. Das setzt Kompromissbereitschaft und Kritikfähigkeit voraus, die in der Redaktion in wirklich hohem Maße vorhanden ist. Es gab auch immer wieder Fälle, wo mich oder andere das Gefühl beschlich, dass jemand einer Entscheidung nur mit ganz starken Magenschmerzen zugestimmt hat, er aber wirklich unglücklich damit ist. Und das hat dann dazu geführt, dass wir die Sache dann einfach haben fallen lassen. Hat draußen keiner gemerkt, denn wenn wir was nicht gemacht haben, konnte es auch keiner mitbekommen, dass wir eigentlich was machen wollten.

Trotz dieser Diskussions- (und auch – aber positiver und freundschaftlicher – Streit-) Kultur haben wir es immer wieder geschafft, wichtige Dinge zeitnah anzugehen und sie nicht tot zu diskutieren, bis sie sich von selbst erledigt haben. Das klappt augenscheinlich nicht überall… in der Redaktion des Magazins funktioniert es jedoch hervorragend.

Na jedenfalls habe ich jetzt mehr Zeit für andere wichtige Dinge und auch für die DDP. Ein weiterer Vorteil (auch das war ein – allerdings kleines – Bausteinchen für meinen Ausstieg): Ich kann jetzt deutlich unverblümter Stellung beziehen, ohne dass es „auf das Magazin zurückfällt“. Das war ja auch immer ein Punkt, den ich (stärker und stärker werdend) beachten musste. Ja… leck Arsch… das ist vorbei. Ich kann mich jetzt weiter vor das Magazin stellen (was immer mein Hauptbeweggrund war, wenn ich streitbar wurde)… kann dabei aber sicher auch mal deutlichere Worte finden. Denn eins ist klar… ich bin ohne böses Blut aus der Redaktion geschieden, es gab keinen Ärger deswegen und es können sich auch nicht irgendwelche Dampfer-Hooligans jetzt auf die Fahne schreiben, sie hätte meinen „Rauswurf“ erreicht (wegen dieser Vögel hätte ich es nie verlassen)… meine Loyalität dem Magazin gegenüber und auch gegenüber der Redaktions-Mannschaft bleibt unverändert. Das Magazin ist ein Stück weit auch mein Kind… und mein Kind bleibt mein Kind, auch wenn es erwachsen wird und aus der elterlichen Wohnung auszieht.

Warum ich das hier geschrieben habe? Nun, damit das unmissverständlich klar ist: PepeCyB ist nicht mehr beim Magazin… und wenn er agiert, dann agiert er auch nicht mehr als „das Magazin“.

0 Replies to “Das dritte Ende der Wurst”

  1. Und nun auch hier, weil es mir wichtig ist: Wie erzielt man keinen Konsenz? Indem man sich nicht mit anderen an einen Tisch setzt, indem man sich gegenseitig anfeindet, indem man nicht versucht, Separierendes gemeinsam zu klären und möglichst aus der Welt zu schaffen. Doch leider fällt ein „nicht“ immer auf den Verweigerer zurück.

  2. Hmmm… da musst Du aber einen völlig anderen Tisch, als den in der Redaktion beobachtet haben. In der Redaktion haben wir immer einen Konsenz erreicht. Ich habe mich da auch nie verweigert… also irgendwie ist der Kommentar hier wohl unter den falschen Artikel gerutscht, oder? Das hat doch jetzt nix mit meinem freiwilligen Ausscheiden aus dem Magazin zu tun.

    Wenn es aber darum geht, was ich jetzt denke, dann setze Dich doch bitte gerne mit jedem an den Tisch und mach Deinen Frieden. Ich verweigere mich auch nicht von jetzt auf gleich und prinzipiell. Aber irgendwann ist das Maß voll, wenn man sich am Tisch sitzend wieder und wieder anhören muss, was man für ein mieses Arschloch ist… und dass auch alle Dinge, an denen man beteiligt ist, nur Dreck ist. Dann stehe ich irgendwann auf und gehe.

    Derzeit schieben besagte Personen aber den Tisch ununterbrochen hinter mir (und anderen) her und erwarten, dass ich mich wieder setze und mich weiter anpaulen lasse.

    Nun, das geht eine Weile gut… irgendwann schmeiße ich den Tisch aber… mit allem was drauf ist… um.
    Dabei wird sicher so viel Porzellan zerbrechen, dass sich die Tisch-Schieber wünschen würden, sie hätten mich nicht ständig belästigt.

  3. Auf einer persönlichen Ebene ist das alles, und sicher auch noch viel mehr, sehr gut nachvollziehbar. Und es ist sicherlich auch ganz schlimm, und kann einen zur Weißglut bringen.

    Ich bedauere lediglich den Effekt, den eine zerbrochene, persönliche Beziehung auf eine ganz grundsätzliche, öffentliche Wahrnehmung hat, weil dieser Scherbenhaufen von allen Seiten immer wieder in die Öffentlichkeit geschaufelt wird.

    Wieso ich dieses fremd-bedauere? Weil ich als Dampfer davon betroffen bin, (und genau weiß, wo ich was zu kommentieren habe).

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