Neue Wege – mered „Aufgeschnappt“

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Viele werden noch gar nicht mitbekommen haben, dass Kurbelursel, die Betreiberin von mered und dem Strickmühlenmuseum, die Bloggerei an den Nagel gehängt hat. Stimmts? Dass das so unspektakulär und wenig bemerkt über die Bühne gegangen ist, war übrigens auch einer der Gründe für den Richtungswechsel. Unspektakulär aber auch deswegen, weil Kurbelursel nie mit großem „Tam-Tam“ agiert hat. So wertvoll, spannend, informativ und gerne auch polarisierend ihre Beiträge waren, so dezent war trotzdem der Auftritt in der Öffentlichkeit. Schade für alle diejenigen Dampfer, die ihr Blog gar nicht so sehr auf dem Schirm hatten. MIR wird es fehlen!

Ihre Entscheidung aber kann ich voll und ganz nachvollziehen. Leider führt die Bloggerei, wenn es ums Dampfen geht, noch immer ein Schattendasein und sehr viele Blogger haben das Gefühl, sie würden für ihre „Abstellkammer“ schreiben. Das liegt vielleicht nicht einmal daran, dass die Beiträge nicht gelesen würden, sondern an der mangelnden Bereitschaft, dafür zu „bezahlen“.

Stopp! Mit Bezahlen meine ich jetzt nicht sowas, wie es BLÖD und einige andere Verlage derzeit durchziehen („Entweder Du schaltest Deinen Werbeblocker aus oder zahlst für die Inhalte, ansonsten darfst Du unsere „wertvollen“ Inhalte nicht mehr lesen!“)… es geht nicht ums „pekuniäre“ Entlohnen, sondern um den Lohn, den sich jeder Blogger wünscht: Feedback, Kommunikation und Empfehlung.

Die meisten Blogger betreiben ihr Blog aus Spaß an der Freude, aus Spaß am Schreiben, aus dem Drang, sich auszudrücken… halt als Hobby. Sie investieren Zeit, Arbeit und auch Geld in dieses Hobby und erwarten keine Bezahlung. Lohn und Anerkennung sind Zugriffszahlen und Feedback (in Form von Kommentaren oder Diskussionen an anderen Ecken… SN, Foren etc.). Ein weiterer Anreiz zum Weitermachen ist die genannte „Empfehlung“. Wenn jemandem ein Beitrag gefällt (oder auch nicht gefällt), dann ist es wünschenswert, wenn er den Artikel „teilt“ und darüber diskutiert (positive oder auch negative Kritik… das ist gleichwertig). Der Blogger merkt das an steigenden Zugriffszahlen und er fühlt, dass seine Beiträge sehr wohl gelesen und beachtet werden… und er kann in Dialog mit den Lesern treten.

Der „letzte Versuch“ von Kurbelursel, ein wenig mehr Schwung in die Bloggerei (die eine sinnvolle Nutzung des FREIEN Internets ist) zu bringen, war die zweite DampferBlogParade. Sie war zwar deutlich erfolgreicher als die erste Parade (was die Anzahl der Beiträge und auch die Kommentare anbelangt), trotzdem war das Gesamtergebnis dennoch enttäuschend. So richtig in Schwung ist die DampfBloggerei damit auch nicht gekommen. Es fühlt sich immer so an, als würde man in Treibsand geraten, als würde man Strampeln und Strampeln, käme aber trotzdem nicht raus.
Als Konsequenz hat sie sich nun entschlossen, mit dem Bloggen Schluss zu machen. Schade, aber ich verstehe und akzeptiere ihre Entscheidung selbstverständlich.

Aaaber… ihr Rückzug aus der Bloggerei bedeutet zum Glück nicht, dass sie nun „von der Bühne verschwindet“. Sie hat nur das Konzept ihrer Präsenz geändert.

Die Seite heißt nun „Li-Zigarette – Mehr E-Rauchen/E-Dampfen mit der Liquidzigarette“. Das neue „Kerngeschäft“ ist Aufgeschnappt in der Dampfer-Szene“.

Sie sammelt dort nun Neuigkeiten rund ums Dampfen (gerne auch nur mit leichten Berührungspunkten) und stellt sie dort – teilweise kurz kommentiert oder mit eigenen Gedanken gewürzt – zusammen. Das ist ein wirklich toller Service, denn mit dieser zentralen Stelle kann man sich täglich einen umfassenden Überblick über das Geschehen rund um unser Hobby verschaffen, ohne kreuz und quer durchs Netz springen zu müssen. Mir sind da schon etliche Infos ins Auge gesprungen, die ich schlicht in den Untiefen des WWW übersehen habe.

Das sind wertvolle(!) Informationen für jeden, der sich für das Dampfen interessiert… und ich bin sicher, dass ich künftig Informationen vor ihr aufgreifen und z. B. in der Nebelkrähe verarbeiten werde. Für mich ist Ehrensache, dass ich als Quelle für die Information auch immer – zusätzlich zur unmittelbaren Quelle – „mered“ als Quellenangabe nenne werde.

Ob und wie lange sie diesen Service nun weiter betreibt, hängt aber auch davon ab, wie diesbezüglich das Feedback ist. Resonanz und Kommunikation sind auf ihrer Web-Präsenz weiterhin möglich und es wäre auf jeden Fall sinnvoll, den Link zu den „Aufgeschnappt-Beiträgen“ ordentlich zu teilen und zu verbreiten. Denn auch auf anderen Plattformen entstehen so Diskussionen dazu und wir wären wieder beim „Lohn“ für die Arbeit. Ich kann nur alle Dampfer (aber auch Nichtdampfer oder zukünftige Dampfer) dazu aufrufen, sich auf diese Art und Weise bei ihr für ihre Arbeit zu bedanken. Es macht auch wirklich Sinn, die Beiträge zu verbreiten… und es ist besser, als jeden versch******n Medien-Artikel in die Welt zu tragen (was ja allerdings hervorragend und massenhaft geschieht).

Meine Empfehlung: Einmal täglich bei „Aufgeschnappt“ bzw. mered reinschauen… dann ist man informiert und kann andere darauf hinweisen.

Na… schnell ein Lesezeichen setzen: mered

 

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2 Replies to “Neue Wege – mered „Aufgeschnappt“”

  1. Hallo PepeCyB,

    in „Aufgeschnappt“ stehen die Dampfenden im Mittelpunkt. Was sie tun oder gemacht haben und über was sie reden.

    Erst dann kommt, was von außen auf uns einwirkt, was uns bezüglich der Freiheit zu Dampfen hilft oder drückt.

    Vielleicht gelingt mir mit „Aufgeschnappt“ tatsächlich, Dampfer*innen etwas Zeit zu sparen.

    Ich wünsche mir, dass Dampfer*innen dadurch etwas mehr Zeit und Aufmerksamkeit in andere Dampfende investieren. – Also andere Dampfende zu unterstützen, unabhängig davon was man selbst und sofort davon hat.

    @PepeCyb, einige Beispiele dafür hast Du schon gegeben. Und Du lebst es ja auch vor.

    Danke für Deine Überraschung, die Entwicklung bei mered zu thematisieren und „Aufgeschnappt“ gekannt zu machen.

    Liebe Grüße
    Kurbelursel

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