Umfrage? Nein! Datensammler? Ja!

Da läuft eine Umfrage mit folgender Frage:

Sollten aromatisierte E-Zigaretten Ihrer Meinung nach verboten werden?

(der Link ist nur zum Angucken… in der Waybackmachine… Teilnahme geht da nicht)

In der Szene wird diese Umfrage jetzt nach und nach verlinkt… und es nehmen etliche Dampfer daran teil, weil das „repräsentative‘ Ergebnis vernichtend ist… eine große Mehrheit spricht sich für ein Aromenverbot aus.

Betrachtet man hingegen die „Rohdaten“, so zeigt sich ein ganz anderes Bild.

Wie kommt das? Und wie kann man das Bild gerade rücken?

Sowas kommt von sowas… das „repräsentative“ Ergebnis kann man nur beeinflussen, wenn man bei der Betreiberfirma ein Nutzerkonto anlegt. Die Rohdaten repräsentieren hingegen die Daten der gesamten Abstimmung, an der man nämlich auch ohne ein Nutzerkonto teilnehmen kann. Aber Stimmen ohne Nutzerkonto landen nicht im „repräsentativen“ Ergebnis. Geraderücken GEHT NICHT!

Allerdings landen auch Stimmen von registrierten Nutzern nicht unbedingt wirklich REPRÄSENTATIV im Ergebnis, denn es werden da intransparente Gewichtungen der einzelnen Stimmen vorgenommen. Die Gewichtung wiederum ergibt sich auch aus der Auswertung von Stichproben. Aber ein registrierter Nutzer wird erst dann zu Stichproben hinzugezogen, wenn er als „echt“ angesehen wird… dafür muss er aber an einer (unbestimmten) Zahl weiterer Umfragen teilgenommen haben. Mit jeder Teilnahme landet er in einer „kleineren Schublade“, was seine Einstellungen, Vorlieben, Meinungen anbelangt. Und irgendwann ist er dann in der für eine Stichprobe ausreichend kleinen Schublade (der Betreiber kennt ihn dann schon richtig gut… irgendwie wie „beste Pfroinde“ 😉 ). Und aus den Stichproben wird dann ein Süppchen gerührt, nach dem bestimmt wird, wie die einzelnen abgegebenen Stimmen von REGISTRIERTEN Nutzern zu einer bestimmten Umfrage gewichtet werden.

Klingt kompliziert? Ist es auch! Vor allem ist es intransparent und stinkt gewaltig nach Manipulationsmöglichkeiten. Was da rauskommt ist keinen Pfifferling wert! Ich sags mal mit meinen Worten: Da kommt Scheiße bei raus!

Also grämt Euch nicht, dass angeblich die Mehrheit für ein Aromenverbot ist. Das Ergebnis ist wertlos und es ist ausgesprochen unwahrscheinlich, dass es „repräsentativ“ ist.

Klemmt Euch, da ohne Registrierung teilzunehmen… und klemmt Euch erst recht, Euch da zu registrieren… das einzige, was Ihr damit erreicht ist, dass Ihr Euch vor dem Betreiber nackig macht und den mit Daten füttert. Liest man sich die Datenschutzerklärung durch, dann kriegt man recht schnell das Kotzen, denn es wird rasch deutlich, dass es den Betreibern nicht um „Meinungsforschung“ geht, sondern nur darum, Daten für WERBEPARTNER zu sammeln. Das schreiben die da auch rein, wohl wissend, dass Datenschutzerklärungen nur sehr selten gelesen werden. Und die verkaufen die Daten nicht nur in Deutschland oder Europa… nein, das machen die weltweit… versprechen dann aber, alles mögliche zu tun, dass mit Euren Daten sorgsam umgegangen wird… ja klar… und die Erde ist ne Scheibe. Wenn Eure Daten nach Lampukistan gehen, dann haben die keinen Einfluss mehr darauf, was mit den Daten letztlich geschieht.

Also… einfach ignorieren und stattdessen lieber auf die nächste Horrormeldung in der Presse warten… kann nicht lange dauern.

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