Angebissene Äpfel? Nix für mich!

Stolz verkündet Apple, dass sie nun alle Apps, die mit dem E-Dampfen zu tun haben, aus ihrem Store geschmissen haben. Insgesamt wohl 181 Apps wurden geputzt…

Wegen GESUNDHEITLICHER Bedenken… und um die JUGEND zu schützen.

Jetzt frage ich mich ernsthaft, ob denn eine E-Dampf-App der Gesundheit schaden kann… und weshalb alle anderen Apps der Gesundheit nicht schaden. Es ging ja nicht um Apps, über die man etwas kaufen konnte oder über die Werbung für diese Produkte eingespielt wurde, sondern um solche, mit denen man seinen Akkuträger einstellen, Daten auslesen und z.B. das Display beeinflussen konnte… und um Apps, die News und Infos zum Thema Dampfen, auch aus den Sozialen Netzwerken, anzeigten.

Wo da die Gesundheitsgefährdung liegt, erschließt sich mir nicht, aber ich bin ja auch nicht der i-Pepe. Das zu verstehen, muss man schon so komisch verwurschtelt sein, wie der amerikanische angebissene Apfel.

Jedenfalls kommen sie dann mit dem Argument, es seien ja schon so viele an „E-Zigaretten“ gestorben und beziehen sich auf die Informationen der CDC. Hmmm… die müssen da andere Informationen bekommen haben, als veröffentlicht wurden, denn erst kürzlich haben die CDC (mit typischen Einschränkungen) eingeräumt, dass mitnichten die „E-Zigarette“ schuld an den Erkrankungen und Todesfällen ist, sondern der unkontrollierte Konsum gepanschter und mit hochriskanten Zusatzstoffen gestreckter illegaler Liquids aus dem „Straßenverkauf“. Die CDC müssen Apple wohl andere Informationen geliefert haben… oder Apple hat eine seeehr lange Leitung.

Immerhin werden bereits installierte Apps nicht ferngesteuert gelöscht und die funktionieren wohl weiter… nur Updates wird es nicht mehr geben.

Das alles, um insbesondere die Jugend zu schützen, um „Risiken für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Benutzer“ zu vermeiden und um den Download von Apps zu unterbinden, „die die Verwendung dieser Produkte fördern oder erleichtern“.

Die Campaign for Tobacco-Free Kids applaudiert den Vertreibern angebissener Äpfel: „Apple setzt ein willkommenes Beispiel für unternehmerische Verantwortung beim Schutz unserer Kinder.

Was eine widerliche Gesellschaft, was eine widerliche Unternehmenskultur. Nur gut, dass ich angebissene Äpfel oder Äpfel mit „Stellen“ nicht selbst nutze, sondern an meine Ponys verfüttere…


Axios – Exclusive: Apple to remove vaping apps from store

2 Replies to “Angebissene Äpfel? Nix für mich!”

  1. Na, hoffentlich zieht die Waffenlobby aufgrund der hervorragenden Aktion nach. Zum Schutz der US Kinder natürlich – da ist es angebracht. Völlig verschrobenes Volk…

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