Ausgekotzt – Ein kleines Arschloch

Ein großes Arschloch ist, ganz klar, ein Arschloch… und ein kleine Arschloch ist, ebenfalls klar, AUCH ein Arschloch. Der Unterschied liegt in der Größe, nicht aber in der Arschloch-Eigenschaft.

Nun schreibt Gefäßchirurg M. Storck im Locus online:

Wenn Rauchstopp keine Option ist: Erhitzer und E-Zigaretten sind das kleinere Übel

So… „E-Zigaretten“ (er meint damit mobile Liquidverdampfer) sind also im Vergleich zu Tabakzigaretten das „kleinere“ Übel… aha. Das bedeutet aber – analog zum Arschloch – dass „E-Zigaretten“ ein ÜBEL sind.

Worin die „Übelkeit“ besteht, bringt er aber nicht zum Ausdruck. Es fehlt jeglicher Beleg… nicht mal ein Hinweis wird gegeben. Es wird nur gesagt, dass unsere Dampfgeräte ein Übel sind.

Wie man jetzt als „unabhängiges Informationsportal zur E-Zigarette“ auf die Idee kommen kann, diesen Artikel auch noch zu bewerben UND den Begriff „Übel“ auch in der eigenen Überschrift zu verwenden, erschließt sich mir NICHT.

One Reply to “Ausgekotzt – Ein kleines Arschloch”

  1. In dem Artikel von Focus Online ist leider schwer ersichtlich, wo das redaktionelle Intro aufhört und der Beitrag des Professors beginnt.
    Der einleitende Satz heißt: „Bei FOCUS Online erklärt er, warum die Alternativprodukte das wesentlich kleinere Übel sind.“ Das muss nicht heißen, dass dies die Aussage des Arztes ist, m. E. ist dies eher die Interpretation der Redaktion; das Wort „Übel“ taucht hiernach im Text nicht mehr auf.
    Redaktionelle „Additive“ sind übrigens auch die Zwischentitel, und auch hier zeigt sich ein Mangel an Korrelation.
    Einer dieser Titel sagt: „Risikofaktor Rauchen haben wir selbst in der Hand“
    Der Arzt sagt nachfolgend aber eher etwas Gegenteiliges: „Alle Angebote zur Entwöhnung (…) setzen allerdings voraus, dass die oder der Betroffene (…) sich vorstellen kann, auf die Wirkung des Nikotins und das Inhalieren von selbigem zu verzichten. (…) Dies ist aber bei der großen Mehrheit der Raucher gar nicht der Fall.“ Ergo: Wer nicht aufhören kann, hat die Sache eben nicht mehr selbst in der Hand.
    Das Übel – ist wieder einmal – die Unbedarftheit redaktioneller Wortwahl.

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