Allein, allein…

Der Stand der Konsumenten des E-Dampfens in Deutschland (eigentlich im gesamten deutschsprachigen Raum, denn in Österreich und der Schweiz sieht es kein Stück besser aus) ist katastrophal, grauenhaft, zum Verzweifeln! Es gibt keinen Konsumentenverband, der die Interessen der Verbraucher bei der Politik vertritt. Wir Konsumenten haben keine Lobby. Und das, obwohl es drei Konsumentenverbände gibt.

Das Urgestein, die IG-ED, findet nicht statt. Lediglich der Vorsitzende N. „Zillatron“ Schmidt ist online aktiv und man liest zumindest so einiges von ihm auf Twitter. Die letzte politische Aktion der IG-ED war die Mail- und Briefaktion zur Steuer, welche gemeinsam mit der ExRaucher IG durchgeführt wurde. Das war immerhin schon im März 2021, also vor acht Monaten. Aktionen der ETHRA, bei denen die IG-ED Partner ist, werden vom Vorsitzenden ebenfalls mitgetragen und umgesetzt. Davon bekommt nur keiner etwas mit und die Aktionen sind in der Regel nicht speziell auf Deutschland zugeschnitten.

„Findet nicht statt“ ist die passende Umschreibung für den derzeitigen (und ich habe wenig Hoffnung für die Zukunft) Zustand.

Der neueste Vertreter, der BVRA, findet ebenfalls nicht statt. Erdacht (mit großen Zielen… endlich eine „professionelle“ Lobby) im November 2019, gegründet vor anderthalb Jahren ist vom ursprünglich euphorischen Zustand in den „Normalzustand“ zurückgefallen. Und „Normalzustand“ bedeutet „findet nicht statt“. Irgendwann zwischen Ende Januar und Ende Februar 2021 wurde aus „der Lobby“ nun „die Konsumenten“ (ganz schön vermessen, knapp 500 Mitglieder als „die Konsumenten“ zu bezeichnen… geschenkt… aber „Lobby“ war ja auch nicht haltbar), dann gab es das erste Skandälchen, als nämlich ein Vorstandsmitglied „Jehova“ gesagt hat und zurückgetreten wurde. Kürzlich ist der „Geburtshelfer und Antreiber“ des Vereins, der ohnehin schon selbst aus dem Vorstand ausgeschieden war, aus dem Verband ausgetreten. Die letzten meldewürdigen Ereignisse waren die Vorstandswahl, die man auf Twitter verfolgen konnte und ein Ständchen (steht hier nicht für ein gesungen Lied, sondern für einen kleinen Stand aus drei Planen und einem umwickelten Tischlein) auf der Vaperscom 2021, das offenbar der Mitgliedergewinnung diente.

„Findet nicht statt“ ist die passende Umschreibung für den derzeitigen (und ich habe wenig Hoffnung für die Zukunft) Zustand.

Auch bei der ExRaucher IG sieht es nicht anders aus. Sie findet ebenfalls nicht statt. Die letzte politische Tätigkeit ist, wie auch bei der IG-ED, die mit diesen gemeinsam durchgeführte Aktion „Wir müssen mit der Politik über Steuern reden“. Aktionen der ETHRA werden kontinuierlich mitgetragen, was aber wiederum keiner mitbekommt, weil in der Szene kein Interesse vorhanden ist, das zu verfolgen. Danach folgten nur noch Übersetzungen der ETHRA-Monatsberichte und vor ein paar Tagen die Mitteilung, dass sich der Tätigkeitsschwerpunkt der ExRaucher IG geändert hat. Es soll nun weniger um politische Arbeit gehen. Stattdessen sollen Schwerpunkte die Aufklärung von Rauchern und Dampfern, sowie die Hilfe zur Selbsthilfe werden. Damit bleibt (oder besser wird) der Verband tätig, ist aber weder politische Interessenvertretung noch irgendwie was mit „Lobby“.

„Findet nicht statt“ ist die passende Umschreibung für den derzeitigen (und ich habe wenig Hoffnung für die Zukunft, was die politische Betätigung anbelangt… mal schauen, was aus der „Dampfer-Betreuung“ wird) Zustand.

Ihr seid ALLEIN da draußen! Keiner schert sich um Eure Interessen als Verbraucher und keiner tritt für Euch ein!

Ich habe eine Ahnung davon, weshalb die Verbände so kläglich versagt haben. Dazu muss man sich erst einmal die grundsätzliche Struktur dieser Organisationen anschauen: Es sind allesamt ehrenamtliche Zusammenschlüsse. Die Mitglieder (von Vorstand bzw. Interessenvertretung bis hin zum letzten Mitläufer) machen alles nur nebenbei, ohne Bezahlung… aus Überzeugung und teilweise als „Hobby“. Damit sind die Möglichkeiten eingeschränkt. Die Verbände sind sämtlich darauf angewiesen, Unterstützung aus der Szene zu erhalten… und Unterstützung der eigenen Mitglieder. Und genau die gibt es nicht. Die Szene ist gleichgültig, phlegmatisch, egoistisch, verschließt die Augen vor der Realität und ist überdies vom „Man-kann-da-eh-nichts-machen-Virus“ durchdrungen, der nach meiner Beobachtung die Gesellschaft vor ca. dreißig Jahren ereilt hat. Die Teile der Szene, die bei einem der Verbände dabei sind, helfen aber auch nicht wirklich mit. Die Hauptarbeit lastet auf einigen wenigen Enthusiasten, deren Rufen aber grundsätzlich verhallt. Der Beitritt zu einem Verband ist nicht mit dem Beitritt z. B. beim ADAC zu vergleichen, wo man ein Mitglieder-Magazin bekommt und einen Schutzbrief für Auslandsreisen. Der Beitritt ist eher dafür gedacht, zu unterstützen und mitzumachen. Das Unterstützen ist auch nicht mit einem Mitgliedsbeitrag erledigt (bei der ExRaucher IG gibt es einen solchen gar nicht, und bei den beiden anderen Organisationen frage ich mich, wofür die fünfstelligen — ob es nun 30.000 oder „nur“ 15.000 – 20.000 Öcken sind — jährlichen Einnahmen überhaupt benutzt werden… ein Billig-Stand auf einer Messe — selbst mit Anreisekosten — oder ein paar Pressemeldungen kosten wirklich nicht so viel). Die Mitgliedschaft in einem ehrenamtlich organisierten Verband ist kein Abschluss einer Versicherung oder die Beauftragung eines Rechtsanwalts.

Das könnte man vielleicht von einem professionell und hauptberuflich agierenden Verband erwarten… aber für sowas käme man dann mit Jahresbeiträgen in Höhe von 10, 30 oder 60 Euro nicht hin… da müsste man schon mindestens(!) eine Null anhängen.

Also… kaufen kann man sich das Engagement nicht, und eine rein „moralische“ Unterstützung durch Mitgliedschaft (viele Mitglieder klingen ja immer irgendwie gut und machen Eindruck) ist nett (die kleine Schwester von scheiße), bewirkt in der Praxis aber nichts.

Es sieht also düster aus und Besserung ist absolut nicht in Sicht. Findet Euch also damit ab, dass Ihr ALLEIN seid. Es wird so bleiben!

9 Replies to “Allein, allein…”

  1. Was ist denn da passiert?
    Billiger Messestand? Alles nur Show? Zweifelhafter Umgang mit Mitgliedsbeiträgen?
    Bevor Du einen solchen Schmarrn hier öffentlich verzapfst, solltest Du Dich besser informieren. Besser lesen. Fragen stellen. Die richtigen Fragen stellen! Kennst Du den BVRA überhaupt? Also ich meine wirklich kennen?
    Solche Beiträge wie dieser hier, die machen viel mehr kaputt, also Du denkst. Mein lieber Herr Gesangsverein!
    Bin sehr gespannt, ob dieser Kommentar zu lesen sein wird!

    1. Na klar wird solch ein Kommentar veröffentlicht. Warum denn nicht? Bin doch nicht Twitter, Facebook, YouTube oder so.

      Außerdem zeigt der Kommentar, dass ich da wohl empfindliche Stellen getroffen habe, also gar nicht so falsch liegen kann. 😉

      Die Empfehlung

      Besser lesen.

      gebe ich gleich mal zurück. Mein Vorschlag: Meinen Artikel erneut lesen und dabei die eigene Mitgliedschaft in einem der Verbände beiseiteschieben… und erfassen, was da tatsächlich steht.

      Wo habe ich geschrieben, dass der Messestand des BVRA „billig“ gewesen sei? Mal ganz ehrlich? Nirgends! Ich habe geschrieben, dass es ein kleiner Stand war, der aus einem Tresen, auf dem Info-Material lag und drei Planen-Stellwänden bestand. Was ein Messestand kostet, ist mir bekannt. Darum geht es aber auch nicht.
      Ein Verein, der mit dem Anspruch angetreten ist, die Interessen „der Dampfer“ vor allem auch politisch zu vertreten, bewirkt in dieser Hinsicht mit einem solchen Stand nichts. Der diente, wenn man mal ehrlich zu sich selbst ist, lediglich der Mitglieder-Aquise. Die Messe wurde nach meinem Kenntnisstand nicht von Horden Politikern und Entscheidungsträgern gestürmt, die sich dann an dem Stand über die Wahrheit zum E-Dampfen informiert haben.
      Das war eine Blasen-Messe. Klar kann man da noch einige Blasenbewohner erreichen und die über Missverständnisse aufklären. Das Gros der Dampfer, die „Alltagsdampfer“, die sich nicht in der Blase aufhalten (vor allem nicht in der Online-Blase) besucht solche Messen nicht. So wie auch der normale Kaffeetrinker nicht zu einer Kaffee-Messe läuft und der Raucher nicht auf eine Tabakmesse.
      Auf einer Messe erreicht man zum Zwecke der Aufklärung und Information also nicht die Zielgruppe, für die es wichtig wäre. Man erreicht die Blasisten. Und da kann der Zweck nur sein, Mitglieder zu gewinnen… oder zumindest Unterstützer. Dafür war der Stand sicher prima geeignet und gemacht.

      BVRA live in Dortmund
      Im Rahmen der VapersCom vom 6. – 7.11.2021 in der Dortmunder Messehalle findet unsere erste Mitgliederversammlung statt. Zugleich sind wir an beiden Tage auch mit einen Messestand vertreten, der es uns ermöglicht, den Konsumentenverband einem etwas größeren Publikum zu präsentieren.
      Wir wollen diese Gelegenheit nutzen, die Ziele des Verbandes in einem Bühnenvortrag zu kommunizieren und

        mit

      den Verbrauchern, unseren Mitgliedern und

        möglichen Interessenten in einen persönlichen Kontakt zu treten

      .
      Wir freuen uns auf euren Besuch an unserem Stand in Dortmund, Halle 5, Eingang Nord, Stand C20.

      Quelle: Facebook; Hervorhebungen durch mich

      Die breite Öffentlichkeit wurde jedenfalls nicht erreicht. In der Presse fand die Messe nicht statt… lediglich im Online-Portal „Ruhr24“ konnte man etwas darüber lesen… war aber eine Werbeanzeige für die Messe.

      Nur… das (die Teilnahme an der Messe… wobei es das nicht einmal auf die Webseite des BVRA geschafft hat) und die Vorstandswahlen waren die einzigen „meldewürdigen“ Ereignisse der letzten Monate. Is ein bisserl wenig, wenn man einmal mit dem vollmundigen Versprechen angetreten ist, die nun einzig wahre und professionelle Verbrauchervertretung zu sein, die auch Lobbyarbeit macht und für die Interessen der Konsumenten eintritt.

      Ansonsten herrscht Funkstille. Was tut der Verband aktiv in Hinblick auf BECA? Was unternimmt er (oder hat er unternommen) in puncto SCHEER-Report und dessen Auswirkungen auf die Revision der TPD2? Wie wurde man bezüglich FCTC COP9 tätig? Ist da was passiert? Sollte es so sein, erfährt man davon nichts. Ist aber eher unwahrscheinlich, denn wenn man die Vertretung „der Konsumenten“ sein möchte, dann teilt man denen auch mit, was man getan hat, tut und auch (wenn vielleicht auch nur andeutungsweise) was man zu tun gedenkt. Ansonsten ist man ein „Geheimbund“, aber keine Verbrauchervertretung.

      Den Verein MIT Mitgliedern, also so richtig echten, gibt es nun seit einem Jahr. Das wäre ausreichend Zeit gewesen, um wenigstens bei den brandaktuellen Themen etwas zu unternehmen. Wenn die „Findungsphase“ noch immer andauert, dann scheint etwas nicht zu funktionieren (ich habe eine klare Vorstellung davon, WAS nicht funktioniert… und da liegt die Schuld nicht bei den Gründungsmitgliedern, Verantwortlichen und — vermutlich sehr wenigen — Machern im Verband).

      Nächster Punkt: WO habe ich etwas über einen „zweifelhaften“ Umgang mit Mitgliedsbeiträgen geschrieben? Na? Nirgendwo!

      Mein Vorwurf war nicht an die Verbände gerichtet, sondern an die Szene-Angehörigen, die meinen, mit der Zahlung eines Beitrags sei alles von ihrer Seite aus erledigt… nun müsse „der Verband“ liefern… Versicherungsnehmer-Mentalität halt. Und die funktioniert so nicht.
      Ich habe dann nur mal die aktuellen Mitgliederzahlen genommen und bin auf fünfstellige Beträge gekommen und habe mich lediglich gefragt, wofür die denn nun eingesetzt werden. Was man von den Verbänden mit Mitgliedsbeiträgen so mitbekommt, kostet nicht so viel (ich bin über Messestand-Kosten, Kosten für Druckereien und für Pressemitteilungen durchaus orientiert). Aber ich habe mit keinem Wort behauptet, die Beträge würden „zweifelhaft“ verwendet. Bei der IG-ED bin ich sicher, dass da nix krummes mehr läuft… die hatten das „Vergnügen“ in der Hinsicht eine Katastrophe zu erleben. Und beim BVRA bin ich auch absolut sicher, dass alles korrekt abläuft, zumal da ein Beirat existiert, der auch darauf achtet (BTW: Ob der wohl in dem Jahr schon einmal über einen Posten von mehr als 10.000 Eurolyten befinden musste? Allein die Festlegung dieser Summe hätte eigentlich großes vermuten lassen… von dem man aber nix hört oder liest.).

      Solche Beiträge wie dieser hier, die machen viel mehr kaputt, also Du denkst.

      WAS bitteschön soll denn dieser Beitrag kaputt gemacht haben? Die Szene an sich ist kaputt. Da ist nix mehr kaputt zu machen. Keine Sorge, auch der BVRA wird noch neue Mitglieder bekommen… die ihren Beitrag zahlen, vielleicht anfangs mal ins Arbeitsforum schauen, und dann meinen, sie hätten ihren Teil für die Rettung des Dampfens getan… nun soll der Verband mal was tun für ihr Geld und ihre „moralische Unterstützung“. Nur… die wenigen engagierten Mitglieder (Vorstand plus einige wenige) werden alleine nichts stemmen können, denn die machen das nicht hauptberuflich, sondern nebenbei. Und auch bei denen wird der Elan mit der Zeit bröckeln, wenn sie feststellen, dass sie einem Verein mir hunderten oder vielleicht mal tausenden Mitgliedern angehören und von ihnen erwartet wird, alles alleine zu erledigen.

  2. „Es sieht also düster aus und Besserung ist absolut nicht in Sicht. Findet Euch also damit ab, dass Ihr ALLEIN seid. Es wird so bleiben!“

    Genau so ist eeees…. Der Zug ist abgefahren und wird auch nicht mehr halten. Das E-Dampfen wird Tot reguliert werden und ich befürchte das es gar nicht mehr so lange dauern wird, bis man auch auf öffentlichen Plätzen nicht mehr dampfen darf, wie es ja jetzt schon teilweise beim „RAUCHEN“ ist. Wer es dennoch tut, riskiert Bußgelder. Die WHO wird ihr übriges dazu tun und weiterhin dafür plädieren, dass das E-Dampfen schlimmer ist als alles andere. Die Zeichen das die E-Dampfe keine Zukunft mehr hat, sind eindeutig. Man könnte auch sagen: Das E-Dampfen bewegt sich immer weiter in Richtung „Abstellgleis“

    Überzeugungsarbeit ist nicht, kaum/mehr zu leisten. Auch gewinnt man keine Menschen mehr diese zu überzeugen das E-Dampfen weitaus besser ist als zu Tabak-rauchen!

    Ein Ehepaar aus unserer Nachbarschaft (beide starke Raucher) traf ich neulich. Beide mit einer IQOS (Tabakerhitzer). Sie wollen keine Tabakzigaretten mehr konsumieren. Alternative sollte her. Die IQOS sei ihnen vom Händler empfohlen worden und sei wesentlich besser als das E-Dampfen, weil dort zu viel Chemie drin sei. Nun, der Händler wird`s schon wissen…. Ich hatte keine Lust mich auf eine Diskussion einzulassen…. Für mich ein weiterer Beweis dafür, keine Überzeugungsarbeit im realen Leben zu geben/leisten….

    Wieder mal ein schönes Beispiel wie man die Leut`s so richtig schön „manipulieren kann. Sie glauben alles was man ihnen erzählt. Frei nach dem Motto: Der Händler weiß wovon er da spricht. Hinterfragen? Selbst recherchieren, Informieren? Wozu?

    Der harte Kern der E-Dampf Konsumenten wird bleiben, da die meisten ihre Verbrauchsmaterialien womöglich auf lange Sicht gesichert haben. Diejenigen die noch nicht so lange dampfen oder erst kürzlich umgestiegen sind werden wieder zur „KIPPE“ greifen. Vielleicht hören sogar ein paar ganz damit auf. Die Signale dahingehend sind klar erkennbar. Die Olaf-Steuer wird quasi die Krönung des ganzen werden.

    Der größte Nutznießer von dem ganzen ist wohl? Genau die Tabaklobby. Für sie wird sich nichts ändern. Preissteigerungen beim Tabak wurden schon immer Zähneknirschend vom Verbraucher hingenommen, aber trotzdem wird/wurde weiter geraucht. Die paar wenigen die mit dem rauchen aufgehört haben fallen nicht ins Gewicht. Es wird zukünftig weiterhin Jahr für Jahr Millionen Tote geben, die aus den Folgen des Tabakkonsums entstehen. Wen interessiert`s?? „NIEMAND!?

    Doch halt, die Pharmalobby….

    Bombus

  3. Dein Kommentar ist sehr interessant zu den Verbänden. Zu der vorläufigen Bilanz kann man kaum widersprechen, wenn man auf den bvra blickt. Bei der IG-ED bin ich schon lang raus.
    Was ich nicht ganz verstehe, deswegen, aber mal nachfrage, was genau ist für dich die Szene? Du schreibst, es braucht Geld und alle machen es ehrenamtlich.
    Wenn man die Mitglieder vom Bvra betrachtet, sind das sehr viele in der Branche Beschäftigte, z.B. Beschäftigte aus den Wanna Vapor Filialen, teilweise bei den Highendsmoke Shops, den Iric Expansionsmanager Michael Potthast, das Management von Fidspaff Martin Streng oder Oliver Simon den coo von Smokerstore und andere Einzelhändler wie z.B. Esther Jung von Steamers Lounge oder Hersteller wie Goran von Kapkasflava. Dann ist noch der Schindle vom Dampfermagazin drin, der ja dem Vdeh nahe stehet und der ist Kassenwart. Der ist ja auch in der b2b Gruppe von Oliver Simon zugefügt worden. Da sind schon sehr viele aus der Branche drin und auch welche mit Entscheidungsbefugnis in den Händlerverbänden wo die auch Mitglied sind. Wenn da jetzt noch mehr rein, heißt das aber ja nicht gleichzeitig es würden sich mehr engagieren. Es muss andere Gründe geben warum da wenig passiert ist außer Personaldiskussionen. Man wollte zuerst nicht in den Streams über den Bvra sprechen wie Simon sagte. Das geschieht aber durch verschiedene Mitglieder und Markus vom Vorstand in einem Stream von wagner_weißmann jetzt doch. Vielleicht tut sich da ja doch was nach außen hin.
    Die Satzung des Verbands erlaubt Spenden von Privatpersonen. Vielen geht es doch um ihr eigenes Geschäft. Sie könnten sich ja engagieren und den Bvra sogar privat mit einer Spende versehen. Wenn das Engagement so gering ist wie du sagst, was glaubst du denn woran das liegt? Ich meine du hast nur geschrieben woran es deiner Meinung nach dran liegt nicht beizutreten. Was ist aber mit denen, die das drin sind und in dem ganzen Jahr nicht groß mit Moves was passiert ist?

    Ja es gab bisher eine gebuchte OTS Meldung und so kann man Geld halt auch aus dem Fenster werfen. Weil solche Pressemitteilungen gehen unter. Keiner kriegt die mit. Mehr habe ich auch nicht gesehen. Wenn man keine Pressekontakte hat, bleibt eben nur noch buchen über OTS und das bringt wenig oder keine Reichweite, weil da ist ein Tausender weg. Es greift aber kein relevantes Medium auf, weil es eher Werbung für den Verband ist als etwas was ein breites Publikum interessieren würde und clicks bringt. Man versucht jetzt halt eher die Shops sollen über Flyer die Kunden anwerben. Die einzelnen Mitglieder könnten sich ja wenigstens in ihrer Region sich mal einen Tag in einen Offi stellen und persönlich ansprechen. Da wäre was möglich bei knapp 500 Mitgliedern, wenn man selber das Haus verlässt und sich auch mal unter Konsumenten zeigt. Messen sind eben immer nur die Blase. .

    1. Ich sehe das nicht als Widerspruch, wenn jemand im Wirtschaftsbereich E-Dampfen sein Geld verdient und Mitglied in einem Verbraucherverband ist. Und auch nicht als ernsthaftes Problem (solange der Verband funktioniert und personell „gesund“ ist… da kann man Interessenskonflikte schon erkennen und entschärfen).

      Mit ehrenamtlich ist ja nicht gemeint, dass die Mitglieder und Funktionäre erwerbslos sind. Sie bekommen nur kein Geld für die Arbeit im Verband. Das ist ok, hat aber den Nachteil, dass sie nur einen Bruchteil ihrer Zeit für die Verbandsarbeit aufbringen können, weil sie ja einen Job haben, der für Brötchen und Wohnung sorgt.

      Das mangelnde Engagement liegt nach meiner Einschätzung daran, dass die Mehrheit (auch die einfachen Mitglieder) sich nicht engagieren… so ziemlich gar nicht. Die ehrenamtlichen Funktionäre können aber alleine nicht so viel bewegen, wie es erforderlich ist. Wenn aber keiner bereit ist, mitzuhelfen und man als Engagierter sogar das Gefühl hat, es hört nicht einmal jemind zu, wenn man mit einer Idee oder einem Konzept um die Ecke kommt, dann wird nichts bewirkt.

      1. Es muss ja kein Widerspruch sein. Das Ding ist nur, wenn es doch die, die schon im Verband Mitglied sind wenig tun. Dann haben sie eben auch nicht groß was zu berichten und dann gibt es eben auch nichts zu kommunizieren. Da beißt die Maus kein Faden ab. Wenn aber die Beschäftigten aus der Branche warten die Konsumenten sollen sich bewegen. Damit die Branche gerettet wird dann ist eben auch nichts zu wollen.
        Du hast ausgesorgt mit Bunkerbase. So verhalten sich eben die meisten Konsumenten auf dem Markt. Für die ist es eben nicht die Existenz und für die Händler ist es sie. Wenn die Händler es aber in den Verbänden nicht hinbekommen (TPD??). Wie sollen es dann die paar Konsumenten mit den Händlern hinbekommen? Das Dilemma löst sich so nicht. Es war absehbar, oder wartest du da jetzt auf ein Wunder? Was der IG-ED nicht gelungen ist und dem Rest, wird egal wie groß die ausgerufenen Ziele waren, jetzt mit Wasser gekocht. Ich erwarte da nichts, weil wenn es so easy wäre, dann wäre es in Zeiten wo es längst gebrannt hat gelungen was zu bewegen, oder?
        Wieso sollte es gelingen mit dem bvra? Wenn ein Verband darauf auf einmal überzeugendere Dinge weiß als die vorher hat er bessere Organisationsstrukturen? Hat er aktivere Dampfer in dem Verband? Hat er andere Mitglieder mit einem besseren Netzwerk? Hat er erfolgreiche Vorerfahrungen in dem Verband? Hat er irgendwas was ihn reizvoller macht als die Verbände, die es vorher versucht haben? Wenn ja was ist das und wer kann es irgendwo finden? Es ist geheim, wenn es das gibt. Was ist Inhalt des Scheer Reports? Wer weiß das von den Mitgliedern überhaupt, dass es einen Scheer Report gibt? Wer von den Mitgliedern hat jemals BECA gehört? Wer von den Mitgliedern des Bvra weiß überhaupt was die FCTC COP9 ist? Wer weiß was die coresta ist? Weiter fragen muss man nicht, oder?

        Die Dampfer, die sich an sowas beteiligen sind eher dabei über die Skandäle der anderen Konsumentenverbände herzuziehen. Die machen es wie schon immer und wie die Händlerverbände. Was politisch Wirksames zu erreichen geht nur mit mehr Investition und viel mehr Engagement. Dafür gibt es Beispiele. Da wird aber so ein Thema wie das Dampfen zu unseren Lebzeiten nie hinkommen denke ich. Wenn doch dann nur durch die Tabakkonzerne, die eben andere Möglichkeiten haben. Dann sind aber die Händler von heute nicht mehr mit dabei. Ich sehe einfach keinen Hoffnungsschimmer für dieses Format von Verbänden mehr. Genauso wie für die Feuerwerkskampagenen alle Jahre wieder. Interessiert einfach niemanden. Die es da versuchen sind immer die Gleichen nur eben jedesmal unter anderem Namen mit neuem Zugpferd. Das wars. Die, die zu ihrer Meinung gefragt werden kriegen einen Scheck für den Genfer See und gut ist. Da wird dann ein Vortrag gehalten.
        2 Pressemitteilungen und das wars. Dann geht das Spiel wieder von vorne los. Kontakt zu Politikern oder laufend vor Ort sein in Berlin und über Gespräche aufklären und Pressekontakte, gibt es so gut wie gar nicht. Jeder muss mit seinen Kräften haushalten. Warum auf ein verlorenes Rennen mit müden Läufern setzen? Ich kann die Seite eben auch verstehen. Niemand will mehrere Male gegen die Wand rennen. Die, die es noch versuchen, verstehe ich auch. Es passiert aber nichts durch 5 Euro in den Ring werfen und Toll ein anderer machts.

  4. Ich zitiere mal meinen Kommentar vom 12.11.2021:

    „Die WHO wird ihr übriges dazu tun und weiterhin dafür plädieren, dass das E-Dampfen schlimmer ist als alles andere.“
    ————————-

    Und heute lese ich das auf den Seiten von: https://www.planetofthevapes.co.uk/news/vaping-news/2021-11-12_dossier-raises-major-concerns.html

    Gleich zu Beginn:
    „The WHO and Bloomberg have both made clear their opposition to safer nicotine alternatives despite growing evidence of lower harm and efficacy for smoking cessation.“

    Auf Deutsch:
    „Sowohl die WHO als auch Bloomberg haben sich klar gegen sicherere Nikotin-Alternativen ausgesprochen, obwohl es immer mehr Beweise für geringere Schäden und die Wirksamkeit bei der Raucherentwöhnung gibt.“

    Damit unterstreicht die WHO nochmal klar ihre Haltung zur E-Zigarette/E-Dampfe.
    Die werden davon auch nicht ab-rücken…

    Bombus

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